30 Minuten Orgelmusik – von Komponistinnen

St. Andreas-Kirche Bad Lauterberg, Samstag 7. März 2009, 11.00 Uhr

 

Elizabeth Jacquet de la Guerre   Chaconne in d (aus den Pièces de Clavecin) 1707

(1659 – 1729)                                             

 

E. J.G. stammte aus einer ganzen Generationenfolge Pariser Musiker, wurde vom Vater zur Berufsmusikerin ausgebildet, bekam am Hof Ludwig XIV vom 8. Lebensjahr bis zur Heirat ihres Cembalo- und Orgellehrers mit 19 Jahren eine Ausbildung, schrieb etliche Kompositionen, darunter auch Opern. Ludwig XV. ließ ihr zu Ehren eine Gedenkmünze prägen.

 

Elisabeth Stirling                            Movement As-Dur

(1819 – 1895)

 

R. Schumann schrieb über ein Konzert der 18-jährigen E.S.: „Ein Mädchen an der Orgel, es ist nicht undichterisch.“ Sie studierte in London an der Royal Academy of Music und war als Organistin in London und Undershaft angestellt.

 

Elfrida Andrée                                 Larghetto c-moll

(1841 – 1929)                                  Andante G-Dur

 

E.A. wurde in Visby geboren und war (nach einer erkämpften Gesetzesänderung) die erste fest angestellte Kirchenmusikerin in Göteborg/Schweden. Zuvor studierte sie in Stockholm privat Kirchenmusik und später offiziell Komposition. Sie hatte viele Schüler, für die dies Übungsstücke gewesen sein könnten.

 

Nadia Boulanger                            Petit canon

(1887 – 1979)

 

N.B. stammte aus einer Pariser Musikerfamilie, studierte am Pariser Konservatorium Orgel und Komposition, lehrte als berühmtesten Musikpädagogin Frankreichs im 20. Jahrhundert ebendort und an der New Yorker Julliard School und bildete zahlreiche später berühmte Komponisten aus

 

Cécile Chaminade                         Offertoire

(1857 - 1944)                                              

 

C.C. wurde in Paris in eine Familie mit Seefahrertradition geboren, erhielt ihre Ausbildung im Privatstudium und wurde eine fruchtbare Komponistin, international gereiste Pianistin und Dirigentin

 

Johanna Senfter                             Drei Choralvorspiele aus Werk 70

(1879 – 1961)                                   Herr ich habe mißgehandelt

                                                           „Mache dich mein Geist bereit“

                                                           „Wer nur den lieben Gott lässt walten“

 

J.S. wurde in Oppenheim am Rhein geboren, studierte in Frankfurt Komposition und Klavier, war Privatschülerin Max Regers, gründete den Musik- und den Bach-Verein Oppenheim und hinterließ 134 Werke mit Opuszahlen, darunter 8 Sinfonien

 

Clara Schumann                            Präludium und Fuge d-moll (aus op. 16

(1819 – 1896)                                             

 

C.S., ausgebildet durch ihren Vater Friedrich Wieck, war erfolgreiche Konzertpianistin, lebte in Leipzig, Düsseldorf, Berlin und Baden-Baden, lehrte am Hochschen Konservatorium in Frankfurt am Main, war verheiratet mit Robert Schumann und befreundet mit Johannes Brahms.

 

Orgel: Kantorin Dorothea Peppler

 

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