Stunde
der Kammermusik in der St. Andreas-Kirche
Konzert
für Barockvioloncello und Cembalo
Am Freitag, den 14. August, 20.00
Uhr wird nach den Musiktagen die monatliche Konzertreihe in der St.
Andreas-Kirche mit einem intimen Kammerkonzert für Barockvioloncello und
Cembalo solo fortgeführt.
Der schwedische Cellist Ludwig Frankmar wird auf einem Barockcello von
Louis Guersan, Paris 1756, zwei Ricercaten
von Giovanni Bassano (ein Komponist des italienischen Frühbarock)
sowie die Suite Nr. 6 D-Dur für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach
spielen.
Für Cembalo
solo werden die Toccata prima Girolamo Frescobaldi und die französische Suite Nr.
4 in Es-Dur von Joh. Sebastian Bach erklingen.
Die instrumentale
Solo-Ricercata im16. Jahrhundert. hatte ihre Wurzeln
im älteren polyphonen Gesang. Komponisten wie Giovanni Bassano gingen mit
dieser Kompositionsweise sehr virtuos um. Musikalische Elemente werden
wiederholt, vergrößert, ineinander gefügt, und erzeugen eine Illusion von
Mehrstimmigkeit. Die letzten Werke in dieser Musikform waren dann im frühen 18.
Jahrhundert. die Solowerke von Johann Sebastian Bach. Sowohl die Suiten für
Violoncello solo als auch die Klaviersuiten bieten dabei ähnliche Abfolgen
typischer stilisierter Tanzsätze wie z.B. Allemande, Courante, Gavotte,
Sarabande, Menuet u.a.
Ludwig Frankmar
stammt aus einer schwedischen Kirchenmusikerfamilie. Nach Studien in seiner
Heimatstadt Malmö bei Guido Vecchi hatte er
Anstellungen in dem Symphonieorchester des Liceotheaters
(Barcelona Oper) und als Solocellist der Oper Göteborg, sowie - nach Studien
bei Thomas Demenga an der Musikhochschule Basel - als
Solocellist der Camerata Bern. 1995 verließ er den
Orchesterberuf und beschäftigte sich zunächst mit zeitgenössischer Musik.
Kontakte und Zusammenarbeit mit Kirchenmusikern führten ihn zur Alten Musik und
Historischen Aufführungspraxis. Neben zahlreichen Konzerten - zum großen Teil
in deutschen Kirchen - arbeitet er mit anderen Barockmusikern zusammen. Er lebt
in Berlin und in Basel.
Die
beiden Solowerke für Cembalo werden von Kantorin
Dorothea Peppler am gemeindeeigenen zweimanualigen
Cembalo flämischen Bautyps gespielt.
Zu
der gut. einstündigen Veranstaltung wird statt eines festen Eintrittsgeldes am Ausgang
eine Spende in Höhe sonst üblicher Konzerteintritte erbeten.