Stabat mater von G. B. Pergolesi in der St. Andreas-Kirche in Bad Lauterberg

 

Am Palm-Sonntag, dem 28. März 2010, lädt die ev. luth. Kirchengemeinde St. Andreas nachmittags um 16.00 Uhr in St. Andreas-Kirche in der Hauptstr./ Mitte zu einem ganz besonderen Solisten- und Instrumentalkonzert ein.

 

Hauptwerk dieses inhaltlich der Passionszeit gewidmeten Konzertes ist das populäre, seit seiner Entstehung im Jahre 1736 Hörer aller Zeiten immer wieder unmittelbar anrührende „Stabat mater“ in der Vertonung des neapolitanischen Komponisten Giovanni Battista Pergolesi., der bereits im Alter von 26 Jahren verstarb (und dessen 300. Geburtstag in diesem Jahr so auch in Bad Lauterberg gedacht wird).

 

Beim lateinischen „Stabat mater“ handelt es sich um ein mittelalterliches Gedicht, das in 10 Strophen die Mutter Gottes, Maria, in ihrem Schmerz um ihren gekreuzigten Sohn Jesus beschreibt. Der Text wurde im 18. Jahrhundert Bestandteil der katholischen Liturgie.

Die zehn von Pergolesi herzenswarm und innig vertonten Solo-Arien und Duette bringen aber nicht nur traurige Gefühle und Inhalte zum Ausdruck – es sind neben empfindsamen auch sehr kraftvolle musikalische Momente zu hören, die sogar im Ungang mit klassischer Musik eher ungeübte Hörer unmittelbar ansprechen.

 

Auf dem Konzertprogramm stehen außerdem noch Instrumentalsonaten für Streichinstrumente und Basso Continuo von Antonio Vivaldi (Suonata à  4 al Santo Sepolcro) und Johann Heinrich Schmelzer (Fernandi III a tre).

 

Als Gesangs-Solistinnen konnten Jacqueline Borchert aus Rottweil (Sopran) und Friederike-Rinne-Wolf aus Berlin (Alt) gewonnen werden.

 

Das auf historischen Instrumenten in barocker Aufführungspraxis spielende Streicherensemble besteht aus zwei Violinen (Claudia Randt - Lübeck, Henning Vater –Göttingen), Viola (Susanne Nitsch – Berlin), Violoncello (Armin Lohbeck - Detmold) und Cembalo (Dorothea Peppler - Bad Lauterberg).

 

Die Sopranistin Jacqueline Borchert wuchs im Landkreis Osterode auf und erhielt ihre erste klassische Gesangsausbildung in Osterode und Göttingen (u.a. bei der Mezzosopranistin Uta Grunewald). Zur Zeit arbeitet sie mit der Sopranistin Renate Brosch in Stuttgart zusammen.

Hier in der Gegend ist sie bestens bekannt und erfolgreich als Kirchen-, aber auch Operetten-Sängerin, die andere Genres wie Folk, Jazz oder Chanson nicht scheut.

 

Die Altistin Friederike Rinne-Wolf arbeitet als Sängerin und Regisseurin. Sie wurde in Göttingen geboren und wuchs in Osterode auf. Während ihres Studiums an der Folkwang Hochschule Essen und bei Cató Brink arbeitete sie mit Peter Brenner, Peter Oskarson, Adolf Dresen und Achim Freyer. Sie inszenierte an der Oper Frankfurt, dem Liceu in Barzelona, für das Schauspiel Frankfurt und das Teatro stabile in Turin sowie Mailand. Im Bereich der alten Musik war sie u.a. bei den Telemann Festtagen in Magdeburg, beim Ekhof Festival Gotha und bei der Französischen Orgelwoche Stapelmoor zu hören. Sie konzertiert regelmäßig in und um Berlin.

 

Kantorin Dorothea Peppler leitet diese Aufführung vom Cembalo aus.

 

Zu der gut einstündigen Veranstaltung wird statt eines festen Eintrittsgeldes am Ausgang eine freundliche Spende in Höhe sonst üblicher Konzerteintritte erbeten.